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Eine bessere Welt ist machbar!

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Zur Extra-Seite über Fakten zu Freihandelsabkommen, Kriegs- und Überwachungspolitik.
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Freitag, 11. April 2014
Ostermarsch-Aufruf 2014

Für ein soziales Europa - keine EU-Militärmacht, keine Bundeswehr-Einsätze. Schluss mit den Rüstungsexporten! Bewaffnete Drohnen ächten! Keine Auslandseinsätze der Bundeswehr!
Nur durch massiven Widerspruch der Bevölkerung wird sich die Rüstungs- und Kriegspolitik ändern. Wir widersetzen uns jeder Militarisierung, jeder Rüstung und allen Kriegen! Dazu fordern wir den Austritt aus der NATO und die Abschaffung der Bundeswehr. Wir treten seit langem ein für Menschenwürde, globale Gerechtigkeit und Gewaltfreiheit in den internationalen Beziehungen – gegen Ausbeutung und Krieg.
Kommt zum Ostermarsch in München am Samstag, den 19. April 2014. Mehr Infos der verantwortlichen Aufrufer: Bitte Überschrift anklicken.

Samstag, 22. März 2014
„PRO Bewegung BAYERN“ hetzt nun auch in Bruck

„Fürstenfeldbruck braucht KEINE Moschee! Es ist klar: Je weniger die Bürger sich gegen die türkischen Bauprojekte in Deutschland wehren, desto schneller wird unsere Heimat überfremdet. Es entstehen türkische Ghettos und Parallelgesellschaften, auch in kleineren deutschen Städten wie Fürstenfeldbruck. Werdet aktiv für die Bewahrung unserer bayrischen Heimat! Die PRO Bewegung BAYERN sagt: Der Islam gehört nicht zu Bayern! Wer sich nicht integriert, der fliegt! Fürstenfeldbruck braucht KEINE Moschee!“ (Hetzparolen auf der Webseite der Rechtsaußen-Gruppe)
Zu erwarten ist, dass diese rechtsradikale Vereinigung in Bruck aktiv wird. Wir bitten alle Mitbürger um aktuelle Infos über entsprechende Aktivitäten an FFBbunt@gmx.de, info@aida-archiv.de, die Stadtverwaltung, Polizei und die Parteien.
Darüber hinaus wünschen wir uns demonstrative Zivilcourage gegen Fremdenfeindlichkeit!

Mehr über die "PRO-Bewegung": http://library.fes.de/pdf-files/do/08253.pdf

Montag, 24. Februar 2014
Video: „Das Eine-Welt-Café Fürstenfeldbruck“

Neuer Videofilm (3,5 Minuten) ist online: „Das Eine-Welt-Café Fürstenfeldbruck ist eröffnet“.
Am 14. Februar 2014 fand im Bürgerpavillon die Eröffnungsfeier des Eine-Welt-Cafés statt. Das Eine Welt Zentrum FFB e.V. ist ein Verein, der sich für die Begegnung von Menschen unterschiedlicher Herkunftsländer, Kulturen, Fähigkeiten und Interessen stark macht. Unser Ziel ist es, unser Engagement zu vernetzen und unsere Arbeit in die lokale Öffentlichkeit zu tragen. Wir laden die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises ein, uns kennen zu lernen und sich in geselliger Atmosphäre mit uns auszutauschen. Café-Betrieb: vorläufig jeden Donnerstag und Freitag von 17 bis 21 Uhr im Bürgerpavillon, Heimstättenstr. 24, Fürstenfeldbruck.
Zum Videofilm: Bitte Überschrift anklicken.

www.einewelt-ffb.de.

Sonntag, 16. Februar 2014
Freihandelsabkommen zurückweisen!

CAMPACT-Aktion: Wer sich jetzt nicht wehrt, der sagt der Freiheit Lebewohl! Durchgesickerte Papiere zeigen, dass die Unterhändler die größten Wünsche der Konzerne erfüllen wollen: Hormonfleisch, Fracking, Gen-Essen, laxer Datenschutz und eine privatisierte Wasserversorgung sollen in Europa einziehen. Auf demokratischem Weg wäre das nie möglich. Nun soll es ein Vertrag richten, der unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgehandelt wird. Das TTIP-Handelsabkommen soll Konzernen Profite durch Fracking, Chlorhühner, Gen-Essen und laxen Datenschutz erleichtern – und es bedroht Europas Demokratie. Auf diesen Deal lassen wir uns nicht ein. Fordern Sie jetzt den Verhandlungsstopp von EU-Handelskommissar Karel De Gucht und EU-Parlamentspräsident Martin Schulz!
Zur Unterschriften-Aktion: Bitte Überschrift anklicken.
5-Minuten-Information: www.campact.de/ttip/appell/5-minuten-info.

Auch CETA muss verhindert werden: CETA (Comprehensive Economic and Trade Agreement) ist ein Freihandelsabkommen, das demnächst zwischen Kanada und der EU abgeschlossen werden soll. Die Verhandlungen sind soweit beendet, das Abkommen soll noch dieses Jahr inkraft treten. Auch US-Unternehmen mit Standbein in Kanada können dank in CETA enthaltenen Investitionsschutzregelungen gegen Gesetze der EU-Länder vorgehen, selbst wenn TTIP verhindert wird. Alle Infos: http://know-ttip.eu/ceta/


Sonntag, 26. Januar 2014
Jahr der engagierten Kunst und Kultur gegen Krieg

1914 – 2014 - Kultur für ein Europa des Friedens
Im Ersten Weltkrieg fanden fast 10 Millionen Soldaten einen grausamen Tod, über 17 Millionen Menschen starben insgesamt. Dieser weltweite Raubzug mehrerer imperialistischer Großmächte steht für bestialische Grabenkämpfe, von Giftgas verseuchte Landstriche, von Granaten zerfetzte Menschen, für ein bis dahin beispielloses Massensterben. Er steht für Hurra-Patriotismus und die törichte Legende vom Heldentod. Für öffentliche Hinrichtungszeremonien von Kriegsdienstverweigerern. Für jahrelanges Elend von Kriegskrüppeln und das qualvolle Verrecken von Giftgasopfern.
Im Ersten Weltkrieg fanden aber auch mehr und mehr Menschen zu einer entschiedenen Antikriegs-Haltung. Künstlerinnen und Künstler haben Unsicherheit und Entsetzen dokumentiert, sie haben den humanistischen Kern jeder Kunst bewahrt und die Menschen in ihrem Kampf um Frieden unterstützt. Auf diese Tradition konnten in den folgenden Jahrzehnten Kulturschaffende aufbauen, gerade auch im Kampf gegen Faschismus und Krieg. Ob Pablo Picasso, Thomas Mann oder Mikis Theodorakis – mit ihren politisch-künstlerischen Beiträgen entstand das Bild eines Europa des Friedens. In dieser humanistischen Tradition rufen wir, die KünstlerInneninitiative www.unruhestiften.de auf zu einem Jahr der engagierten Kunst und Kultur gegen Krieg. Damit wollen wir den Appell der Friedensbewegung unterstützen, die das Gedenkjahr 2014 für eine Kampagne – selbstverständlich auch gegen aktuelle Kriegseinsätze – nutzen will. Bitte setzt euch selbst mit Friedensgruppen in Verbindung, um gemeinsame Veranstaltungen gegen den Krieg zu planen. Informiert uns über eure Vorhaben, Programme, Auftritte, Veranstaltungen. Wir werden diese ab sofort auf unserer Homepage www.unruhestiften.de unter einer extra dafür eingerichteten Rubrik vorstellen. Lasst uns 2014 gemeinsam mit der Friedensbewegung aufstehen: Gegen den Krieg und für ein Europa des Friedens!
Für die KünstlerInneninitiative www.unruhestiften.de
c/o Werner Lutz, Kontaktmail: einheiztext@t-online.de
Empfehlung: Verein Kunst für Frieden/FRIEDENSATELIER - Kunst gegen Krieg, für Frieden, Völkerverständigung, soziale Gerechtigkeit: www.friedensatelier.de

Montag, 23. Dezember 2013

"Man ist auf der dampfenden Titanic und bildet dort die Vereinigung kritischer Passagiere. Weniger Kronleuchter und bessere Mannschaftsdecks! Rettungsboote für alle! Beobachtungsposten rund um die Uhr doppelt besetzen! Das sind die Forderungen.
Aber niemand aus der Sprecherriege der kritischen Passagiere spricht aus, was heute auch zu sagen wäre: Wir sind auf dem falschen Dampfer!"
- Hans Thie

Sonntag, 15. Dezember 2013
CAMPACT-Aktion: Freihandel zurückweisen!

Wer sich jetzt nicht wehrt, der sagt der Freiheit Lebewohl! Durchgesickerte Papiere zeigen, dass die Unterhändler die größten Wünsche der Konzerne erfüllen wollen: Hormonfleisch, Fracking, Gen-Essen, laxer Datenschutz und eine privatisierte Wasserversorgung sollen in Europa einziehen. Auf demokratischem Weg wäre das nie möglich. Nun soll es ein Vertrag richten, der unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgehandelt wird. Das TTIP-Handelsabkommen soll Konzernen Profite durch Fracking, Chlorhühner, Gen-Essen und laxen Datenschutz erleichtern – und es bedroht Europas Demokratie. Auf diesen Deal lassen wir uns nicht ein. Fordern Sie jetzt den Verhandlungsstopp von EU-Handelskommissar Karel De Gucht und EU-Parlamentspräsident Martin Schulz!
Zur Unterschriften-Aktion: Bitte Überschrift anklicken.
5-Minuten-Information: www.campact.de/ttip/appell/5-minuten-info
ATTAC fordert: TTIP - Elefantenhochzeit für Freihandel stoppen. Die Karten in der globalen Wirtschaft werden neu gemischt: www.attac-netzwerk.de/index.php?id=12920

Freitag, 27. September 2013
Flüchtlingsdrama - Kritik an EU-Politik

Täglich verunglücken weitere Flüchtende im Mittelmeer. Wer vor Lampedusa überlebt, ist kriminell - so will es das italienische Strafrecht. Die "Lösung": Sogenannte 'humanitäre Militäraktionen bekämpfen' das 'Flüchtlingsproblem'.
Aufruf und Petition „Schleift die Festung Europa" auf Change.org: Bitte Überschrift anklicken.
Verdrehte Bilder und viel Rassismus prägen unsere Wahrnehmung von Flüchtlingen,
sagt der italienenische Autor Gabriele del Grande in einem Interview: http://www.woz.ch/1341/europaeische-migrationspolitik/sie-kommen-so-oder-so
Riace - das gallische Dorf in der EU. Ein Lehrer bringt tausende Flüchtlinge in sein Dorf und wird dafür zum Bürgermeister gewählt. Das Gegenmodell zur Festung Europa: www.fm4.orf.at/stories/1702485

Dienstag, 26. Februar 2013
Aktiv werden gegen Wasser-Privatisierung und Fracking

FREIER WASSERZUGANG IST EIN MENSCHENRECHT!
Trinkwasser und andere Güter der Daseinsvorsorge dürfen in keinem Fall aus der kommunalen Verantwortung an private Unternehmen übertragen werden. Genau dies wird zur Zeit wieder von der EU- Kommission versucht. Die Folgen einer Privatisierung der Trinkwasser-Versorgung, wie u.a. deutliche Preissteigerungen, hat die Bevölkerung in Berlin und anderen Städten in Europa erfahren müssen. Infos hierzu: Bitte Überschrift anklicken.

Wichtige Aktion gegen das "Gasbohren/Fracking": Protest-Mails, denn die "Gro-Ko" will "fracken" lassen:
www.umweltinstitut.org/energie--klima/allgemeines-energie--klima/fracking-verbieten-1092.html
Mehr Infos: www.gegen-gasbohren.de

Montag, 17. Dezember 2012
Sozialwohnungen oder Obdachlosigkeit – Verfehlte Politik: verfehlte Politiker

Die „SZ online“ berichtete am 17.12.12 über die Brucker Situation: „Die Oberbayerische Heimstätte und die GFBW verfügen jeweils über rund 270 Sozialwohnungen, die GWG über 70, das Katholische Siedlungswerk über rund 80 und die Fürstenfeldbrucker Wohnungsbaugenossenschaft über weniger als zehn. Insgesamt nimmt die Zahl der Sozialwohnungen ab, weil sie aus der gesetzlichen Mietpreisbindung fallen und kaum Ersatz geschaffen wird.“ Im Rathaus sieht man Handlungsbedarf: „Es geht nur noch um die beste Strategie, die möglichst wenig Geld kosten soll.“
Zum SZ-Bericht: Bitte Überschrift anklicken.
Dass dies eine Verarmungsstrategie ist, die langfristig zur Bildung von Ghettos führt – was ebenso für den Bau einer Containerstätte für Asylbewerber beim Fliegerhorst zutrifft –, verdrängen unsere ach so sparwilligen Politiker. Für die Folgen, die immens höher sein werden und den angeblichen Sparwillen ad absurdum führen, ganz abgesehen von den menschlichen Verwerfungen, denken sie nicht nach. Die beste Strategie oder die dümmste?
Aus unserem News-Eintrag vom Montag, 18. Juni 2012:
Der „Merkur-online“ meldet am 18.6.12: „Sozialer Wohnraum wird knapp. Im Kreis gibt es zu wenige Sozialwohnungen. Eine kommunale Wohnbaugesellschaft könnte Abhilfe schaffen.“
Wir erfahren: „Nur jeder sechste Berechtigte im Landkreis kann eine Wohnung bekommen“. ... Mieterbund warnt vor steigenden Mieten und unbezahlbaren Modernisierungen. Folge sind Mietpreissteigerungen, insbesondere bei der Wieder- und Neuvermietung der Wohnungen, von 20 bis 30 Prozent." Die Zahl der Sozialwohnungen sinkt, die der bedürftigen Menschen steigt ... Wohin dann mit den Menschen, denen man das nötige Geld zum Überleben verweigert? Ein Grundeinkommen für jeden Bürger ist die notwendige Forderung unserer Zeit.
Unser News-Eintrag vom Freitag, 21. September 2012:
Eine kommunale Gesellschaft, die sich im Landkreis um den Bau günstiger Wohnungen kümmert, wird von Maisach, Gröbenzell, Germering und Fürstenfeldbruck verweigert. Man sieht ein finanzielles Risiko und im Wohngeld die bessere Alternative … Landrat Karmasin … würde die ‚Objektförderung‘, also den Bau von Wohnungen, lieber durch die ‚Subjektförderung‘, also Zuschüsse direkt an die Mieter, ersetzen.“
Der Zustand der existierenden Sozialwohnungen ist teilweise erbarmungswürdig. Aber Menschen ohne Geld kann man sie anscheinend zumuten.

Samstag, 22. September 2012
STOPP des Landschaftsverbrauchs gefordert

Das regionale Bündnis „Stopp der Flächenversiegelung - Landkreisentwicklung ohne Landschaftsverbrauch“ geht an die Öffentlichkeit. Unterstützer der Aktionsgemeinschaft sind Bund Naturschutz, Landesbund für Vogelschutz (LBV), die Aktion Zivilcourage für einen gentechnikfreien Landkreis, das Sozialforum Amper, die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, das Brucker Verkehrsforum sowie die Unabhängige Bürgervereinigung (UBV), Grüne und ÖDP.
Der Bund Naturschutz (BN) will gegen den Flächenschwund im Landkreis bis Ende Dezember mit einer Unterschriftenaktion vorgehen und die Bürger über den Sachverhalt aufklären. Die Listen werden dem Landrat und den Bürgermeistern übergeben.
Die Aktionsgemeinschaft argumentiert, der Kreis werde zubetoniert, denn die Bauwut der Gemeinden lasse nicht nach. Zahlreiche Verkehrsprojekte und gigantische Gewerbegebiete seien in Planung. Täglich würden im Landkreis 2.600 Quadratmeter verbaut. Der Hauptgrund liegt in der Finanzknappheit und teilweisen Überschuldung der Kommunen, die sich gezwungen sehen, mit Gewerbeansiedlungen Geld in die Haushaltskassen zu bringen. Einen weiteren Auslöser sehen die Naturschützer beim kommunalen Konkurrenzdenken.
Die Forderungen lauten: Der Landschaftsverbrauch ist zu stoppen; neues Gewerbe sollte auf recycelten Flächen siedeln oder auf landwirtschaftlich nicht mehr genutzten Bauernhöfen; Gewerbeflächen sollten darüber hinaus gemeindeübergreifend genutzt werden; der Bau neuer Straßen soll gestoppt und bestehende Natur- und Landschaftsschutzgebiete erhalten, Moorgebiete wieder vernässt werden und landwirtschaftliche Flächen der Produktion von Nahrungsmitteln statt der Monokultur für Biotreibstoffe dienen.
Friedrich Meyer-Stach vom Sozialforum warnte, die Region mutiere zum „neuen Ruhrgebiet“ ohne zusammenhängende Naturgebiete und mahnte eine Abkehr vom allein profitorientierten Wirtschaftswachstum an sowie eine bayernweite Entwicklungsplanung.
Das Aktionsbündnis fordert Nachhaltigkeitsbeiräte auf Landkreis- und Gemeindeebene, die mit Vertretern der Umweltverbände besetzt werden und bei umweltrelevanten Vorhaben ein Vetorecht gegenüber den Kommunalparlamenten haben sollen. Diese Beiräte sollten „ständig die Finger in die Wunde legen“, fordert Max Keil, Umweltreferent des Kreistags. Denn Freiflächen werden von den Menschen unentbehrlich sowohl zur regionalen Lebensmittelversorgung als auch zur Erholung benötigt.

Sonntag, 16. September 2012
Initiative Wohnprojekt FFB sucht Mitplaner

Informationsveranstaltung für ein erstes gemeinschaftliches und ökologisches Wohnprojekt für Jung und Alt in Fürstenfeldbruck. Geplant sind bei guter Infrastruktur und offener Architektur mehrere Mehrfamilienhäuser mit Gemeinschaftseinrichtungen für insgesamt etwa 30 Familien. Planung und Baubeginn: 2013. Die Gruppe trifft sich regelmäßig und sucht noch engagierte Mitplaner. Ort für die Info-Veranstaltung: LiB-Mehrgenerationenhaus, Am Sulzbogen 56, Fürstenfeldbruck. Zeit: 22.09.2012, 10 bis 12 Uhr. Kontaktpersonen: Dionys Zehentbauer, E-Mail: dionysz@web.de und Roland Augustin: rol.augustin@t-online.de
Mehr hierzu auf der Seite TERMINE.
Bericht auf "merkur-online.de": Bitte Überschrift anklicken.



Donnerstag, 9. August 2012
Das Prüfverhalten von Hartz IV-Behörden

Hartz IV, Grundsicherung, Arbeitslosengeld. Unangenehm, das weiß jeder. Muss sein, sagen die meisten. Doch die meisten schauen lieber fort, hören nicht mehr zu, wenn das Thema aufkommt.
Diese Realität in „unserem Land“ ist jedoch übel. Übel sollten nicht geduldet werden.
Ein eklatantes Beispiel aus dem Leben Betroffener im Jahr 2012 zeigt der Text der Diplom-Soziologin Ellen Diederich, Trägerin der Ehrennadel der Stadt Oberhausen. Er ist die Antwort auf den Brief der Mitarbeiterin beim Sozialamt der Stadt Oberhausen, Frau C. Maue, vom 24.5.2012, die Ellen Diederich auffordert, ihr „Heizverhalten“ zu überprüfen. Frau Diederichs Brief ist gerichtet an Frau Maue, den Oberbürgermeister, den Kämmerer und Kulturdezernenten und die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Oberhausen.
Ein beachtenswerter Brief, der auf den Tisch eines jeden Politikers gehört, bis hinab zum letzten Gemeinderat in dieser Republik:
„Ich habe eine kleine Rente und bekomme ‚Grundsicherung‘. Die Mitarbeiterin des Sozialamtes, Frau Maue hat mir nun vor ein paar Tagen zwei Briefe geschickt. Es geht u.a. um Heizkosten. In diesem Brief sind Wörter der deutschen Sprache benutzt worden, die mir bislang nicht bekannt waren. So z.B. ‚Nichtprüfgrenze‘ oder ‚Heizverhalten‘.
Sprache ist ein zentraler Teil jeder Kultur. Sie sollte auch in Briefen der Verwaltung kulturvoll sein. … Wundere mich nicht, dass ich immer weniger schlafen kann, nachdem einer der Briefe, die viele hunderttausend Menschen erreicht haben, auch bei mir in den Briefkasten flattert: Ihre Wohnung ist zu teuer. Isolieren Sie Ihre Wohnung. (Das geht bestimmt gut von 350 Euro für sämtliche Lebenshaltungskosten im Monat!) Reduzieren Sie ihre Miete oder ziehen Sie aus. - Wir werden aus unserem sozialen Umfeld herausgerissen. …“
Der ganze Brief erschien in der „Neuen Rheinischen Zeitung“: Bitte Überschrift anklicken.
Wie sagte dieser Tage der ehemalige S(!?)PD-Vorsitzende Franz Müntefering im Deutschlandfunk über die Einführung der Hartz-IV-Reformen so schön: "...hat auch was mit Menschenwürde zu tun, daß wir gesagt haben: Wir fördern und fordern."

Montag, 18. Juni 2012
Sozialwohnungen oder Obdachlosigkeit

Der „Merkur-online“ meldet am 18.6.12: „Sozialer Wohnraum wird knapp. Im Kreis gibt es zu wenige Sozialwohnungen. Eine kommunale Wohnbaugesellschaft könnte Abhilfe schaffen.“
Wir erfahren: „Nur jeder sechste Berechtigte im Landkreis kann eine Wohnung bekommen.“ Und: „Eineinhalb bis zwei Jahre muss man im Landkreis durchschnittlich auf eine Sozialwohnung warten“.
Der zuständige Landkreisausschuss beschloss zu prüfen, ob die Kommunen „überhaupt ein Interesse“ haben, mit Wohnbaugesellschaften Sozialwohnungen zu errichten, die der Kreis, der keine errichten darf, mit zinsgünstigen Darlehen fördern könnte. Der Grund für die „Prüfung“: „… das Schwinden von preisgünstigem Wohnraum wird sich fortsetzen. Zum einen engagieren sich private Bauträger seit Jahren immer weniger im sozialen Wohnungsbau. Zum anderen laufen bei 409 Wohnungen innerhalb der nächsten zehn Jahre die staatlichen Förderungen aus.“
Infos vom "Deutschen Mieterbund":
"Über 200.000 neue Wohnungen werden nach Einschätzung des Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) 2012 fertiggestellt - vor allem im Luxussegment. Bis 2017 fehlen dennoch 825.000 Wohnungen. Mieterbund warnt vor steigenden Mieten und unbezahlbaren Modernisierungen. Folge sind Mietpreissteigerungen, insbesondere bei der Wieder- und Neuvermietung der Wohnungen, von 20 bis 30 Prozent."
Die Zahl der Sozialwohnungen sinkt, die der bedürftigen Menschen steigt. Verwaltungen, Behörden, Dienststellen – wie immer man unsere Verwaltungsorgane und Administrationen nennen mag – prüfen, ob „überhaupt ein Interesse“ besteht, die Not zu lindern, besser noch zu verhindern. Sagen die Kommunen und Städte aus Geldmangel „Nein“, wird die Not größer. Wohin dann mit den Menschen, denen man das nötige Geld zum Überleben verweigert?
Ein Grundeinkommen für jeden Bürger ist die notwendige Forderung unserer Zeit.
Zahlen und Bericht: bitte Überschrift anklicken.

Sonntag, 10. Juni 2012
Wir können sie schaffen: Eine Steuer gegen Armut!

CAMPACT.de-Aktion vor der Frankfurter Börse am 17. Juni: Spekulation eindämmen!
Ende Juni ringen die EU-Finanzminister um die Finanztransaktionssteuer. Mit einem Wall aus tausenden Sandsäcken vor der Frankfurter Börse fordern wir am Sonntag, den 17. Juni: Spekulation endlich eindämmen!
Mit der Steuer würden die Finanzmärkte stabilisiert und Banken und Spekulanten als Verursacher der Finanzkrise an deren Kosten beteiligt. Auch wenn die FDP erfreulicherweise ihre Blockade gegen die Spekulationssteuer aufgegeben hat - eingeführt ist die Steuer in Europa noch lange nicht. Jetzt muss die Bundesregierung ihren Worten Taten folgen lassen und energisch für die Finanztransaktionssteuer in Europa streiten!
Die Aktion organisiert Campact gemeinsam mit Attac, Oxfam Deutschland und lokalen Gruppen. Sie findet auch im Rahmen des Bündnisses "Steuer gegen Armut" statt, zu dem sich 90 zivilgesellschaftliche Organisationen zusammengeschlossen haben.
Was wir und Sie tun können:
Aktion: steuer-gegen-armut.org unterstützen

Um Einnahmen aus einer Finanztransaktionssteuer für die nationale Armutsbekämpfung sicherzustellen versuchen wir, Kommunen und den Deutschen Städtetag als Verbündete zu gewinnen, denn: Auch Kommunen leiden unter den Folgen der Weltfinanzkrise. Mit den Städten Nürnberg, Osnabrück, Dortmund usw. haben sich schon eine Reihe Kommunen zu unserer Kampagne bekannt.
Mit den Milliardensummen, die bereits mit einer niedrigen Steuer von 0,05 Prozent erzielt werden, könnte mehr Gerechtigkeit möglich werden. Denn die erzielten Mittel müssen für die weltweite Armutsbekämpfung, den Klima- und Umweltschutz und die Bewältigung der Finanzkrise gezielt eingesetzt werden!
Was können Sie tun?
Personalisieren Sie die Briefvorlage auf unserer Homepage und schicken Sie Briefe zu Händen von Bündnis 90/Die Grünen, LINKSpartei, ÖDP und SPD in Ihrem Stadtrat. Warum gerade diese Parteien? Weil sie bereits auf Bundesebene Mitträger der Kampagne sind. Diese Parteien sollen dann gemeinsam überlegen, wie sie in ihrem Gemeinde- oder Stadtrat, nach Möglichkeit eine von allen Parteien getragene, Zustimmung zu den Zielen unserer Kampagne organisieren können - oder gar einen Beitritt der Kommune zur Kampagne.
Kampagnen-Quellen:
www.campact.de/finanzkrise/damm/sandsack
www.steuer-gegen-armut.org

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